Okay, es ist schon spät. Ich hatte ein geniales „Atem des Lebens”-Seminar (jetzt geht's ans Eingemachte!

) und einen langen und schönen Abend, aber ich habe versprochen, heute vom 4. Tag der Lebensschule zu berichten.
4. Tag Donnerstag: Katrin, Engagement
Der 4. Tag stand ganz im Zeichen des Feuers - unsere rothaarige Küchenfee Katrin (Küche=Feuer) sollte diesen Tag gestalten. Ursprünglich hatten wir ein Lagerfeuer für diesen Tag geplant (bevor Katrin diese Karte zog). Da allerdings Waldbrandwarnstufe 1 herrschte, mussten wir darauf verzichten. Wir gaben den Kindern im Morgenkreis den Impuls, den Dorfplatz zu verschönern. Sie sollten einen Redekreis bilden und beraten. Danach haben sie selbständig den Platz gestaltet und es ist wunderschön geworden.
Dies war wieder eine Übung im „Geschehen lassen” - ohne unsere Einmischung haben die Kinder selbständig den Platz gestaltet. Drei von den Mädchen malten für jeden Anwesenden eine kleine „Energiekugel” - einige Beispiele siehe unten. Zu unserer Überraschung wurde auch ein kleines Einweihungsprogramm mit Musik vorbereitet - daran hatten wir gar nicht gedacht!
Der Rest des Tages begann zunächst ganz harmlos mit Stirnbändern. Wir hatten einige Bettlaken zur freien Verfügung mitgebracht und diese wurden jetzt in Streifen gerissen und um Köpfe gebunden. Weiter ging es dann mit dem 2. Logo bemalt - diesmal mit Tuschefarben und etwas freizügiger, das Ergebnis war viel bunter, mehr wie eine Batik.

Ganz nebenbei hat Petra mit einigen Kindern noch kleine Glasvasen verziert.
Höhepunkt des Tages waren für mich die Gesichtsbemalungen. Fast alle Kinder wurden im Gesicht und an den Armen und Händen verziert und auch die Erwachsenen kamen nicht ohne neues Outfit davon. Sehr beeindruckende Bilder sind dabei entstanden!
Genial, was da zum Vorschein gebracht wurde!
Als krönenden Abschluss haben wir noch eine Nachtwanderung gemacht. Dabei hatten nur die Erwachsenen Taschenlampen. Wir haben den Kindern erklärt, warum - eine einfache Demonstration, was passiert, wenn man jemandem ins Gesicht leuchtet, genügte, damit die Kinder verstanden, warum sie keine Taschenlampen benötigten. Die Nacht war klar und ziemlich hell, obwohl nicht einmal Vollmond oder so war. Wir sind in ein kleines Stück in den Wald gegangen und haben uns ruhig auf eine Lichtung gesetzt, sind still geworden und haben dem Wald gelauscht. Das war sehr schön. Ein wichtiges Ereignis fand dort noch statt: Einer der Jungs bekam plötzlich Angst (vermutlich durch das Geräusch eines Flugzeugs). Er begann zu weinen. Wir haben es ihm jedoch nicht ausgeredet, sondern sind klar und ruhig geblieben, haben den Kindern erklärt, dass es in Ordnung ist, auch mal Angst zu haben und zu weinen. Sprüche wie „große Jungs weinen nicht” sind Quatsch und setzen Traumen bei den Kindern, die dann der erwachsene Mann z.T. mühsam wieder abbauen muss. Angst haben ist nicht schlimm, man sollte sich dessen nur bewusst sein, die Angst zulassen und dann geht sie auch wieder (später kann man dann auf Ursachensuche gehen und ggf. darunter liegende Themen und Erkenntnisse bearbeiten).
Ursprünglich hatten wir noch mehr vor, aber das haben wir dann angesichts der allgemeinen Müdigkeit gelassen.
Von der Nachtwanderung gibt es leider keine schönen Bilder - es ist schon erstaunlich, wieviel das menschliche Auge wahrzunehmen vermag, wo eine Digitalkamera dann extrem lange Belichtungszeiten benötigt, um etwas sichtbar zu machen.
So, jetzt ist es spät genug. Gute Nacht, bis demnächst. (Ob ich morgen den nächsten Bericht schaffe, weiss ich noch nicht.)
Mein Bericht vom 4. Tag der Lebensschule liegt nun schon etwas zurück. Heute möchte ich zusammenfassen, was wir am 5. Tag der Lebensschule gemeinsam erlebt haben. Der Tagesverantwortliche war ich selbst ...
Aufgenommen: Aug 17, 21:24