
Im Rahmen des
EU-Projekts „Shared Space” hat die
niedersächsische Stadt Bohmte sämtliche Verkehrsschilder und Ampeln abgeschafft. Es gibt seit 19. Mai 2009 jetzt nur noch zwei Straßenverkehrsregeln: Überall 30 und rechts-vor-links.
Das Ganze stellte sich als überragender Erfolg heraus: Es gab bisher keinen einzigen Verkehrsunfall. Das Projekt beinhaltete nicht nur die Entfernung von Verkehrsschildern, sondern es wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen im öffentlichen Verkehr durchgeführt (über 1,5 Mio €). Unter anderem gibt es keine Unterscheidung zwischen Fußweg und Fahrbahn mehr, sondern nur eine einheitliche Fläche. Keine Fahrbahnmarkierungen, keine Fußgängerüberwege, keine Regeln.
Weniger externe Regeln, mehr Eigenverantwortung -> mehr Freiheit, mehr Leben.
Die Überlegungen dabei sind simpel: Wenn man eine Ampel sieht oder ein Verkehrszeichen, nimmt die Aufmerksamkeit ab. Ampel rot = Stehenbleiben, Ampel grün = Fahren. Gibt es keine Ampel, muss man aufpassen, wer sich sonst noch so im Verkehr bewegt und das gilt dann für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen.
In England und den Niederlanden hat man bereits ähnlich positive Erfahrungen gemacht. Der Ansatz eignet sich vorwiegend für innerstädtische Bereiche.
(Gefunden bei:
Gimundo, einer englischen Good-News-Seite. Von dort stammt auch das Bild; ich konnte leider kein anderes im Netz finden.)
Ich finde es genial und freue mich über jeden dieser Lichtblicke!