Gestern ging ich nach meiner allabendlichen Tai-Chi Übung ins Bett. Heute morgen will ich aufstehen - Aua! Es zog heftig in meinem Hals. Ein Muskelstrang im linken hinteren Halsbereich schmerzt bei vielen Bewegungen. Ich kann meinen Kopf nicht richtig nach links drehen und viele Bewegungen tun weh.
Ich war zum Glück so vernünftig, einen Arzt aufzusuchen. Eine Mobiliserung half etwas, aber nicht dauerhaft. Ich bekam ein Rezept für manuelle Therapie, einen Tipp für ein Wärmepflaster und die Empfehlung, mir eine Halskrause aus einem Handtuch zu basteln und mir etwas wärmende Salbe zu besorgen. Noch bevor ich das Arztzimmer verliess, wurde mir klar, wieso es so weit kommen musste.
Mein Körper hat mir auf diese - schmerzhafte - Weise einfach die Auszeit verschafft, die ich brauchte.
Über Pfingsten habe ich viel gearbeitet, habe mir nur am Pfingsmontag einige freie Stunden gegönnt (und selbst dort früh am Morgen noch zwei Stunden gearbeitet, dabei auch noch was wichtiges übersehen...). Ich trug mich schon länger mit dem Gedanken, mir endlich mal wieder selbst eine Cranio zu gönnen - der Bereich von meinem Hals, der jetzt schmerzt, hat schon eine Weile immer wieder "gemuckert". Irgendwas ist da mit den Halswirbeln nicht ganz in Ordnung, das kenne ich schon ein Jahr oder länger. Dazu kam, dass ich nach der pfingstlichen Arbeit mir eigentlich mal ein oder zwei Tage frei nehmen wollte - Überstunden hab ich ja genug zum Absetzen.
Tja. Jetzt hab ich frei.

Aber das hätte ich auch leichter haben können.
Nun sitze ich hier mit meiner selbstverursachen Zwangspause und nutze die Zeit. Ich schenke mir mehr Aufmerksamkeit (z.T. zwangsweise, weil bestimmte Bewegungen einfach weh tun), lasse alles etwas gemütlicher angehen. Keine Termine, keine Aufgaben, keine
Aufgenommen: Mai 15, 17:17