Hallo liebe Welt,
heute schreibe ich mal wieder einen tagebuchähnlichen Artikel.
Vorige Woche (d.h. in der Woche von Himmelfahrt) bin ich mit Farani in die Uckermark zu ihrer Freundin
Myra gefahren. Gleich mittwoch früh sind wir in Chemnitz los, um dem „langes Wochenende Verkehr” zuvorzukommen. So um zwei waren wir da. Die Uckermark besteht vorwiegend aus Feldern und sanften Hügeln.

Es gibt relativ wenige Menschen dort und demzufolge auch wenig „Zivilisation” - ergo: Weniger künstliche Geräusche etc.
Die Zeit dort hat mir richtig gut getan. Wir hatten fast keine Termine. Ruhe. Natur. Eine Badewanne im Freien und eine kalte Dusche (ich hab mich sogar getraut!). Ein schöner Plätscher-Bach auf dem Grundstück. Und viele, viele Tiere. Vor allem die Vögel waren sehr präsent. Die Nachtigall erfreute uns abends mit ihrem Gesang (richtig gesehen haben wir keine). Abschalten, die Seele baumeln lassen. Die Zeit loslassen.
Lediglich am Sonnabend haben wir dem nahegelegenen Lichtzentrum „Arara” von Perdia einen Besuch abgestattet (und einen selbstgebackenen Rhabarberkuchen mitgebracht - lecker!). Dort gab es auch etwas für uns zu tun; ich fand es ausgesprochen un-zufällig, dass wir dort waren. U.a. stand da eine schöne Buddha-Statue mitten auf dem Grundstück, die uns beide sehr angezogen und angesprochen hat. Überhaupt hat das Lichtzentrum wohl viel mit Buddhas zu tun und das fand ich natürlich extra-spannend.
Am Abend gingen wir auch nochmal gemütlich den Feldweg entlang in Richtung Naturschutzgebiet. Wir wurden begleitet vom viel-mauzenden Schmusekater, der sich wie verrückt auf dem Boden herumgewälzt hat, immer gestreichelt werden wollte und sich nichtmal von einem Grashalm ablenken liess (da fährt sonst jede Katze drauf ab!). Neben uns plätscherte der Bach und es war einfach superschönes Wetter, wie man vielleicht an den Fotos sehen kann. Blauer Himmel mit wenigen süßen Wölkchen, ein weites Feld, dass durch die Gerste fluffig aussah...
Dann kamen wir auf einen Hügel mit einigen Kiefern darauf. Ein schöner Platz.
Die Rückreise am Sonntag war etwas anstrengend - kaum auf der Autobahn, standen wir schon im 20km-Stau, doch hatten wir gute Untrhaltung von ein paar jungen „Kerlen”, die lustig hin- und herrannten und ihren Spaß hatten. Gegen zwei Uhr in der nacht waren wir wieder in Chemnitz.
Und 9 Stunden später begann meine Arbeitswoche. Fast wie zum Ausgleich der ganzen Naturerfahrung arbeitete ich ziemlich viel und auch lang. Und es war gut. Ich habe viel geschafft. Am gestrigen Freitag war ich auch noch arbeiten, weil ich ja den Mittwoch davor schon in der Uckermark war. Und als ich gestern gegen 9 oder so als letzter aus der Firma ging, da fühlte ich mich ziemlich gut. So rundum zufrieden. Und schön ruhig und gelassen und entspannt. Das will was heißen nach einer Arbeitswoche.

Ich schlenderte nochmal gemütlich durch den Stadtpark und mir fiel auf, dass die Natur mehr zu mir sprach. Das hat mich sehr gefreut und ich musste viel an Farani denken (die gerade bei einem Seminar ist) - es ist oft so, dass Farani mich auf einen besonderen Baum oder eine besondere Blume aufmerksam macht. Ich habe eher ein Auge für Orte. Wie auch immer, jedenfalls hat sich innerlich irgendetwas gesetzt diese Woche.
Und so war ich heute einkaufen!

Mein erster Feng Shui Auftrag ist abgeschlossen! Also habe ich heute ca. 6 Stunden in der Innenstadt verbracht und mir drei (!) Hosen gekauft, ein paar Halbschuhe für den Sommer, zwei Schlafanzüge, Unterwäsche, schönen Badezusatz und mal wieder ein Schience-Fiction-Buch. Ein sehr ergiebiger Tag!
Zur Krönung hat vorhin noch Farani angerufen und klang schön entspannt.
Schön.