Heute mal was ganz speziall besonders Feines! Eine Buchempfehlung. Das Buch „Wenn Sex intim wird” (ISBN: 978-3-936360-27-1) begegnete mir letztens in einem Esoterik-Katalog. Ich las den Text dazu und spürte sofort: „Ja, das ist es! Das Buch hilft mir weiter!”
Die Autoren Dr. Krishnananda Trobe und Amana Trobe beschreiben leicht und verständlich, was passiert, wenn durch die sexuelle Begegnung zweier Menschen tiefere, seelische Schichten des Seins berührt werden. Sie berichten aus ihrer langjährigen eigenen Erfahrung und von den Erfahrungen ihrer Klienten, die sie therapeutisch betreut haben.
Einen kleinen Ausschnitt des im Buch vermittelten Wissens möchte ich hier mit meinen eigenen Worten wiedergeben, da mir allein das sehr geholfen hat. Ein Teil des Buchs beschreibt ein Drei-Ebenen-Modell von Sexualität. Die erste Ebene ist Leidenschaft, Wildheit, Triebhaftigkeit und pure Lust. Aufregung, Erregung, Energie. Menschen, die diese Ebene nicht erlebt und gelebt haben (z.B. weil sie kaum Beziehungen hatten oder aus welchen Gründen auch immer sich nicht erlaubt haben, das zu leben), können sich auch nach Jahren noch unvollständig und kraftlos fühlen und leiden mitunter darunter, ohne es zu wissen.
Damit kommt die zweite Ebene ins Spiel: Die Ebene der Verletzlichkeit. Hier finden sich Ängste, Schuldgefühle, Ansprüche an sich selbst und an den Partner usw. usf. Psychische und seelische Themen kommen zum Vorschein und wollen gesehen werden. Hier ist tatsächlich Arbeit angesagt. Werden die Themen nicht bearbeitet, so kriselt es in der Beziehung, es gibt Streit etc. und eventuell trennen sich die Partner.
Ist die Liebe jedoch „tief genug”, so gelangen die zwei auf die dritte Ebene. „Reine Liebe” könnte man diese nennen. Hier sind Lust, Angst, Wille, Trieb, Scham und so weiter nur noch Phänomene ohne besondere Bedeutung, die einfach da sein dürfen. Es überwiegt der Wunsch, miteinander zu sein. Der Fokus liegt auf Verschmelzung im spirituellen Sinn - die körperliche Vereinigung findet statt oder nicht und es macht keinen Unterschied. Ich würde es auch an „Hingabe an sich selbst” bezeichnen. Immer im Moment, spürend, was passieren und getan sein will. Und voll mit dem Herzen dabei. Das heilt.
Ich vermute, dass viele Menschen diesen Zustand schon einmal erlebt haben. Anstatt von Worten ein Gedicht:
Mein schönstes Gedicht
Ich schrieb es nicht
Aus der Tiefe stieg es
Ich schwieg es
- Mascha Kaleko -