Mein Wochenende war wieder echt voll. Und ich bin gerade erstaunt, dass es schon wieder vorbei ist.
Ich fange mal mit dem Teil an, wo die Wortfindung einfacher ist. Gestern abend besuchte ich zwei Konzerte der
Obertontage in Dresden. Ich hatte mich für die Veranstaltungen „Ohrsprung” und „Lauschrausch” entschieden. Letztere begann erst 22 Uhr und deshalb war ich sehr froh, dass mich Farani begleitete, die ich über die
Lebensschule kennen gelernt hatte.
Ich hatte mir vom ersten Teil des Abends etwas anderes erwartet. Tran Quang Hai hielt eher einen Vortrag über Obertongesang und illustrierte dies anschaulich. Das wurde irgendwann etwas langweilig, aber es gab dann auch einige Highlights und viele kleine Wissenswertigkeiten. Besonders beeindruckend fand ich seine Techno-Improvisation mit der Maultrommel. Das war wirklich astreiner Techno - nur mit Mund und Maultrommel produziert. Unplugged Techno sozusagen.
Als schönen Nebeneffekt hatte ich mich dann schonmal „eingehört” für den zweiten Teil. Dort gaben sich Transmongolia (mit Hosoo), Doreen Seidowski Faust, Jan Heinke und Tran Quang Hai ein Stelldichein. Besonders Transmongolia beeindruckte durch mitreißende und auch sehr emotionale Stücke, die die mongolische Steppe spür- und erlebbar werden ließen. Deshalb habe ich mir auch direkt nach der Veranstaltung die CD „Gesang des Himmels” von Transmongolia gekauft. Sehr schön waren auch die gemeinsamen Stücke von Doreen und Jan: Gesang und Unterton bzw. Gesang und Digeridoo.
Eher lustig und nicht weniger eindrucksvoll waren die interkulturellen Treffen: Tran Quang Hai mit Hosoo und Jan gemeinsam, abwechslend, miteinander, Oberton, Unterton. Und auch Jan (Beatbox) mit Tran Quang Hai (Maultrommel) war nicht nur musikalisch spannend, sondern auch lustig anzusehen.
Soweit zum offiziellen Teil. Farani hatte eine günstige Übernachtung für mich. Dort habe ich noch eine gefühlte Stunde Hosoo gehört und selbst gesungen (Oberton- und Unterton nachsingen geht irgendwie leichter) und mich dann hingelegt.
Am nächsten Morgen haben wir uns zum gemütlichen Spätstück getroffen. Und jetzt gehen mir zunehmend die Worte aus, denn wir haben uns dann einfach gegenseitig den Raum gegeben, innere Themen miteinander zu bearbeiten. Den äußeren Raum bildete das Meditationszentrum, in dem Farani mit einigen anderen spirituellen Lehrern und Heilern tätig ist. Auf verschlungenen Wegen bin ich dann zu einem Kernthema vorgedrungen und Farani empfahl eine Meditation, die ich dann unter ihrer Anleitung durchführte. Diese Meditation führte mich zurück zu mir, zu meinem Kern. Danach hatte ich ein Gefühl, wie ich es aus früheren schamanisch inspirierten Meditationen kannte - ganzer, klarer. Intuitiv hatte ich mir während der Meditation meine Krafttiere gerufen. Es sind dann zwar andere Tiere dagewesen (keine Ahnung, welche), aber ich hatte Begleitung und das genügte auch, um (und das ist auch ein schamanisches Element) in meine Innen- und Unterwelt einzutauchen und dort etwas von mir zu finden und dies wieder zu integrieren. Mich wieder zu integrieren. Meinen Platz wieder einzunehmen.
Ich habe in diesen wenigen Stunden unglaublich viele Impulse mitgenommen; physisch sichtbar sind nur die CD und ein Buch über die Essener, welches mir Farani geliehen hat. Viel reicher ist der innere Schatz, sind die vielen großen und kleinen Einsichten und Übereinstimmungen - Puzzleteile für mein authentisches und glückliches Leben.
Mit einem inneren Wohlgefühl, dankbar und tief berührt bin ich dann wieder heimgefahren.
Danke, Farani.