Mein
Bericht vom 4. Tag der Lebensschule liegt nun schon etwas zurück. Heute möchte ich zusammenfassen, was wir am 5. Tag der Lebensschule gemeinsam erlebt haben. Der Tagesverantwortliche war ich selbst und die zugehörige Karte trug den Untertitel „Magie oder Geheimnis”.
5. Tag Freitag: Tino, Magie oder Geheimnis
Bereits am Vortag hatten wir durch umfangreiche Gesichtsbemalung den Geheimnis-Aspekt des 5. Tages angeschnitten, denn es kamen sonst verborgene Züge zum Vorschein. Im Morgenkreis beschäftigten wir uns mit dem Lebensschule-Logo und versuchten, dessen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Es gab einige schöne Assoziationen zu den 7 Kugeln plus der großen in der Mitte. 7 Regenbogenfarben, 7 Tage, 14 Kinder, 7+14=21 = „Die Welt” im Tarot, eine Vollendung. Eine Familie, ein Planetensystem, Energiekugeln, ein Tanz, 7 Engel, die Erde als Zentrum, die Menschen, Berge und Täler trägt, ein Atom, ein Tisch mit Menschen drumherum. Ein Tor.
Ein Tor in die Welt der Albernheiten. Bevor jedoch viele der Kinder dieses Tor nutzen und sich so in magische Zustände des Blödsinns begaben, war zunächst Regenmachen angesagt, denn wir wollten ja unser Lagerfeuer machen. Wir Erwachsenen hatten uns vorher geeinigt, zur Mittagsruhe Regen zu bestellen. Es müsste schon ordentlich regnen damit die Waldbrandwarnstufe aufgehoben wird. Also gab es als Abschluss des Morgenkreises einen ordentlichen Regentanz, mit Regenmacher, Trommeln und lautem intensiven Rufen: „Regen, Regen, Regen”. Es begann nach dem Mittag tatsächlich zuzuziehen und begann auch ganz sachte zu tröpfeln. Leider waren wir mit dem Mittagessen wieder dermaßen in Verzug geraten (ungefähr um 2 gab es super-leckere Gemüsesuppe mit Falafel a la Katrin), dass die Mittagsruhe ausfiel. Da muß der Wolkengeist recht verzweifelt gewesen sein und für uns war es wieder eine Lektion im richtigen Wünschen.
Den Rest des Tages verbrachten die Kinder in der Welt der Albernheiten und Kreativität. Einige Gesichter wurden erneut verziert - vermutlich griff jemand bei mir zu einem widerstandsfähigeren Lidschatten, so dass sich die Spuren der Umgestaltung abends nicht mehr restlos aus meinem Gesicht entfernen liessen.

Andere arbeiteten mit Ton oder übten sich in Kung-Fu-Schaukämpfen.
Wir ließen den Tag dann mit einer Gute-Nacht-Geschichte und großem „Streichel-Zoo” auf dem Dorfplatz ausklingen. Alle Kinder legten sich auf Isomatten in Schlafsäcke vor die Hütten. Katrin las zwei schöne Gute-Nacht-Geschichten vor und die restlichen Erwachsenen verteilten Streicheleinheiten an die Kinder, die es mochten. Als dann alles schön friedlich und leise war, fiel uns auf , dass wir die Kinder jetzt eigentlich nicht wieder in die Hütten verfrachten wollten (jedenfalls hatte ich nicht daran gedacht). Also blieben sie draußen und wir Erwachsenen zogen uns ins Haus zurück, um unsere Abendrunde abzuhalten, über die Kinder zu sprechen, die Abschlusszeugnisse und -zeremonie vorzubereiten und nochmal über den Regen zu sprechen.
Anschließend an den 5. Tag möchte ich nun vom 6. Tag der Lebensschule berichten. Der Tagesverantwortliche des 6. Tages war Sascha und das Motto lautete „Frohsinn”, Untertitel „atme tief durch”. Das passte wieder sehr gut, ...
Aufgenommen: Aug 23, 20:31