Cranio-sacrale Energiearbeit
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Alle hier beschriebenen „Techniken” und Arbeitsweisen beruhen auf der Annahme, das der Körper-Seele-Geist-Komplex des Menschen selbst um den Wege zu seinem harmonischen Zustand weiss. Optimalerweise befindet sich der Behandler im Zustand des „Neutral”, d.h. er ist präsent und nimmt bewertungsfrei wahr, was sich ihm zeigt.

Die Ausrichtung des Behandlers ist es also, einen individuell passenden Raum zu schaffen, in dem sich das Gesamtsystem selbst neu organisieren kann.

In der cranio-sacralen Energiearbeit unterscheidet man drei Stufen des „Eingreifens”:

  1. Beobachten=Wahrnehmen: Der Behandler bleibt passiv. Er nimmt die Wahrnehmung mit seinem Bewusstsein auf. Dadurch wird es dem Behandelten erleichtert, einen bewussten Zugang zu seinem Leiden zu finden und dieses wirklich wahrzunehmen.

  2. Begleiten: Der Behandler begleitet, was er wahrnimmt. Zum Beispiel kann beim Wahrnehmen des individuellen cranio-sacralen Rhythmus des Behandelten die Bewegung des Rhythmus begleitet werden, indem die vom Rhythmus bewirkten Bewegungen im Körper mental und physisch nachvollzogen werden.

  3. Anregen: Der Behandler hilft dem System, sich aus einer Imbalance zu befreien. Wenn zum Beispiel der cranio-sacrale Rhythmus spürbar eingeschränkt ist, so kann durch mentales und physisches „Übertreiben” der vom Rhythmus ausgelösten Bewegungen, dieser stimuliert werden. Die Anregung geschieht dabei immer sehr sanft und vorsichtig um das System nicht zu überstrapazieren, was zu Widerstand führen würde.

Alle Berührungen finden mit sehr wenig Druck (ca. 2-5g) statt. Selbst das Begleiten und Anregen wird meist nur mental durchgeführt. Durch die feine Wahrnehmung und die tiefe Entspannung wird es aber sowohl vom Behandler als auch vom Behandelten deutlich wahrgenommen und kann zum Teil nicht von tatsächlicher körperlicher Aktion unterschieden werden.